Stefanie Hubig/Heidrun Schulz: Berufliche Orientierung und Berufsberatung trotz Pandemie

Ob Ausbildung, Studium, ein freiwilliges Jahr oder erst einmal etwas ganz Anderes - wie es nach der Schule weitergeht, beschäftigt viele Schülerinnen und Schüler sehr – in Zeiten von Corona vielleicht noch mehr als sonst. Eine umfassende Berufliche Orientierung in der Schule ist daher gerade jetzt besonders wichtig. Deshalb haben das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung und die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit entschieden, dass Beratungsgespräche der Berufsberaterinnen und Berufsberater der Arbeitsagenturen wieder in den Schulen stattfinden können.

Natürlich müssen dabei der Corona-Hygieneplan und der Arbeitsschutz für die Berufsberatungsfachkräfte eingehalten werden.

„Beim Übergang von der Schule in die Ausbildung oder das Studium setzen sich die jungen Frauen und Männer mit vielen Fragestellungen auseinander. Was kann ich nach der Schule tun? Welcher Beruf passt zu mir? Was kann ich verdienen? Wo und wie kann ich mich bewerben? Wer kann mich dabei unterstützen und ähnliche Fragen. Es ist wichtig, dass unsere Berufsberaterinnen und -berater hier individuelle Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Neben dieser persönlichen Beratung stellen wir den Jugendlichen ein breites Spektrum an Online-Angeboten zur Verfügung, wie zum Beispiel das Selbsterkundungstool Check-U“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland.

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig betonte: „Es ist wichtig, dass wir die Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahlentscheidung jetzt nicht allein lassen. Gleichzeitig unterstützen wir die Lehrkräfte, indem wir vielfältige Materialien bereitstellen und Partner wie die Bundesagentur für Arbeit und die Kammern einbinden. Im Hinblick auf das kommende Ausbildungsjahr möchte ich darauf hinweisen, dass Ausbildungsverhältnisse auch noch nach dem Start des Schuljahrs aufgenommen werden können. Die Berufsberatung, Kammern und berufsbildenden Schulen beraten Schülerinnen und Schüler sowie Absolventinnen und Absolventen dazu sehr gerne.“

Um die Schulen bei der Beruflichen Orientierung in Pandemiezeiten zu unterstützen, haben das Ministerium für Bildung, die Bundesagentur für Arbeit und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft außerdem eine neue Broschüre für Lehrkräfte vorgelegt: „Berufliche Orientierung wirksam begleiten. Module für den Fernunterricht“. Sie stellt den Lehrkräften auf 100 Seiten 13 einsatzbereite Module zur Verfügung, die sie während und auch nach der Pandemie für digitale Lernarrangements nutzen können. Grundlage ist das Handbuch „Berufliche Orientierung wirksam begleiten. Module für die gymnasiale Oberstufe und Fachoberschulen in Rheinland-Pfalz“, das die Projektpartner im vergangenen Jahr herausgegeben haben. Das neue Material ist noch breiter aufgestellt und eignet sich auch für den Einsatz in der Mittelstufe aller Schularten. Es steht allen Lehrerinnen und Lehrern über das Online-Medienangebot des Landes (OMEGA) zur Verfügung.

Außerdem erhalten alle Schulen ausführliche Informationen über die digitalen und telefonischen Beratungs- und Informationsangebote der Bundesagentur für Arbeit. Fortbildungsangebote des Pädagogischen Landesinstituts in diesem Bereich werden derzeit als Webinar durchgeführt, zum Teil auch zusammen mit Partnern wie der Handwerkskammer der Pfalz.