Rheinland-Pfalz weitet Impfungen weiter aus – Ärztinnen und Ärzte wichtige Partner

„Rheinland-Pfalz setzt bei den Impfungen auf die Unterstützung der Ärztinnen und Ärzte. Wir freuen uns, dass es möglich ist, die Struktur der Impfungen weiter auszubauen und künftig auch Impfungen in den Arztpraxen möglich sein werden. Das ist ein ganz wichtiger Schritt. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-Pfalz haben stets ihre Bereitschaft dazu betont und dafür danke ich ihnen“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Nachgang zur Einigung der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwoch.

Die Ministerin betonte, Rheinland-Pfalz werde von der im Beschluss der Konferenz vorgesehenen Möglichkeit des „Opt-out“ keinen Gebrauch machen. „In Rheinland-Pfalz wird es keinen ‚Opt-out‘ geben. Die Impfungen in den Arztpraxen starten im April und ergänzen die Impfungen in den Impfzentren. Beides läuft parallel.“ In einem nächsten Schritt sei auch der Einbezug der Betriebsärztinnen und -ärzte eine gute Ergänzung der Impfstruktur.

Der Beschluss sieht vor, dass die Länder im April insgesamt garantiert mindestens 2,25 Mio. Dosen wöchentlich erhalten – das sind für Rheinland-Pfalz rund 110.000 Impfstoffdosen für Impfungen in den Impfzentren und der mobilen Impfteams. „Damit können wir gut planen und alle bereits vergebenen Impftermine gewährleisten. Darüber hinaus plant Rheinland-Pfalz aktuell keine Ausweitung der Kapazitäten in den Impfzentren. Lieferungen darüber hinaus werden wie im Beschluss vorgesehen an die Arztpraxen im Land gehen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Impfungen bettlägeriger Patientinnen und Patienten – Registrierung für Ärztinnen und Ärzte ab heute

„Aktuell gilt, dass die bettlägerigen Menschen der aktuellen Priorisierungsgruppen in Rheinland-Pfalz so schnell wie möglich ihre erste Impfung bekommen. Nach dem erfolgreichen Verlauf unseres Modellprojektes mit dem Hausärzteverband gibt es ab heute die Möglichkeit für alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, sich auf einer eigenen Internetseite der Impfdokumentation registrieren zu lassen. Damit können jede Woche bis zu 8.000 Menschen ab 70 Jahren, die aus gesundheitlichen Gründen immobil sind, zu Hause geimpft werden“, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Nach der erfolgten Registrierung der Praxen können die Ärztinnen und Ärzte ab dem 22. März mit dem für sie zuständigen Impfzentrum einen Termin vereinbaren und dort die gewünschte Zahl an BioNtech-Impfstoff samt Impfzubehör abholen, um anschließend ihre Patienten zu impfen.

Dafür stehen wöchentlich 8.000 Impfstoffdosen zur Verfügung. In Rheinland-Pfalz gibt es rund 30.000 bettlägerige Patientinnen und Patienten über 70 Jahren. Die Ärztinnen und Ärzte haben detaillierte Informationen zum Impfprozess vom Hausärzteverband und der Kassenärztliche Vereinigung erhalten.

Impfungen in Dialyseeinrichtungen und onkologischen Schwerpunktpraxen

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informierte zudem, dass Dialysepatientinnen und -patienten in der kommenden Woche geimpft werden: „Ich freue mich, dass in der nächsten Woche die Dialysepatientinnen und -patienten geimpft werden können. Das ist eine gute Botschaft für die Betroffenen. Die Vorbereitungen dazu sind bereits erfolgt; die Impfungen sollen Mittwoch bis Freitag in den Dialyseeinrichtungen stattfinden“, sagte die Ministerin.

In Rheinland-Pfalz gibt es 44 ambulante Dialyseeinrichtungen, die in der Regel rund 100 bis 150 Patientinnen und Patienten mit schweren Nierenerkrankungen betreuen. Insgesamt werden in den Dialyseeinrichtungen rund 5.500 Patientinnen und Patienten versorgt.

Ein ähnliches Vorgehen kündigte die Gesundheitsministerin auch für Patientinnen und Patienten in den ca. 24 onkologischen Schwerpunktpraxen an. Auch diese sollen in den schwerpunktmäßig behandelnden Einrichtungen geimpft werden.