Positive Bilanz der ersten Impftage – Impfzentren starten bereits am 7. Januar

Nur knapp ein Jahr nach Beginn der Pandemie sind in Rheinland-Pfalz am 27. Dezember die Impfungen gegen das Corona-Virus gestartet. „Ich bin sehr froh, dass wir seit Sonntag erfolgreich in den Alten- und Pflegeheimen mit den Impfungen begonnen haben“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute in Mainz.

„Unser Ziel war ja, die ersten zur Verfügung stehenden Impfdosen an die besonders vulnerablen Gruppen zu verimpfen und somit die besonders gefährdeten, älteren Personen zu schützen. Schritt für Schritt werden wir Anfang Januar die Impfzentren im Land jetzt hochfahren“, sagte die Ministerpräsidentin weiter.

Bereits in der kommenden Woche, am 4. Januar, beginnt die Terminvergabe für die gemäß der Corona-Impfverordnung des Bundes priorisierte Gruppe, insbesondere der über 80-Jährigen aber auch für weitere Angehörige dieser Gruppe, wie beispielsweise Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste oder Rettungsdienste. Das Land schreibt alle über 80-Jährigen per Brief an und informiert sie über die Impfmöglichkeiten.

Die Erfahrungen der ersten Tage haben gezeigt, dass es – auch aufgrund der Feiertage – in den Einrichtungen zunächst etwas länger gedauert hat, die Impfbereitschaft herzustellen. „Da es uns wichtig ist, die vorhandenen Impfdosen schnellstmöglich zu verimpfen, werden wir den Start der Impfzentren in Rheinland-Pfalz vom 11. auf den 7. Januar vorziehen“, so Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Aufgrund der Tatsache, dass anfänglich nur wenig Impfstoff verfügbar war, wurde in Rheinland-Pfalz zunächst Einrichtungen in den Regionen ein Impfangebot gemacht, in denen zum Stichtag 16. Dezember eine überdurchschnittliche Sieben-Tages-Inzidenz vorlag. In der Zwischenzeit sind weitere Impfstoff-Lieferungen eingetroffen, sodass seit Montagabend grundsätzlich in allen Alten- und Pflegeheime geimpft werden kann, in denen Impfbereitschaft besteht.

„Der Start der Impfungen ist gut verlaufen und uns liegen bislang keinerlei Rückmeldungen zu Komplikationen bei den Geimpften vor. An den ersten drei Tagen mit den mobilen Impfteams im Einsatz konnten 2.284 Menschen in 23 Pflege- und Senioreneinrichtungen geimpft werden“, erklärte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Darunter 1.273 Bewohnerinnen und Bewohner und 1.011 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand 29.12. um 18 Uhr).

Aktuell sind 98 Einrichtungen impfbereit. Die Impfungen erfolgen entweder über die mobilen Impfteams oder in Eigenorganisation der Einrichtungen. Die Impfstofflieferung für diese Impfungen erfolgt ebenfalls über die Koordinierungsstelle des Deutschen Roten Kreuz.

„Ich bin zuversichtlich, dass in den kommenden Tagen noch wesentlich mehr Einrichtungen Impfbereitschaft melden können und wir in dem weiteren Prozess der Impfungen in bewährter und vertrauensvoller Zusammenarbeit der vielen verschiedenen Partner weiterhin alle anstehenden Herausforderungen gemeinsam meistern“, betonte Gesundheitsstaatssekretär und Landeskoordinator Impfen, Dr. Alexander Wilhelm. „Dies ist auch die Rückmeldung des Deutschen Roten Kreuz, dem an dieser Stelle ein besonderer Dank gebührt.“

Christoph Loré, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe (GFA) zog Bilanz seitens einer der ersten Einrichtungen, in der geimpft wurde: „Die Vorbereitung der Impfungen war angesichts der Feiertage natürlich eine Herausforderung. Die Zusammenarbeit mit dem Impfzentrum und Zuteilung des Impfteams lief jedoch sehr gut. Mit dem zuständigen Koordinator konnten wir die Vorbereitungen so abstimmen, dass der gesamte Ablauf reibungslos funktionierte.“

Die Organisation der Corona-Impfungen war und ist für alle Beteiligten eine Mammutaufgabe, bei der verschiedenste, sich immer wieder ändernde Parameter wie die aktuelle Impfbereitschaft und die Lieferungen mit Impfstoff berücksichtigt werden.

„Umso mehr freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir auch heute bereits mit den Impfungen des Personals in den acht großen koordinierenden Krankenhäusern und Maximalversorgern des Landes beginnen, die ebenfalls zur Gruppe der höchsten Priorität gehören“, so Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Die Ministerin appellierte abschließend: „Jede Impfung trägt dazu bei, Leben zu schützen. Unsere Gesellschaft ist auch in diesem Punkt auf unsere Solidarität angewiesen. Bitte lassen Sie uns alle dazu beitragen, dass in Rheinland-Pfalz der Slogan der bundesweiten Kampagne gelebt wird: #ÄrmelhochRLP.“

Die Terminvergabe der Impftermine für Menschen, die mit höchster Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung laut Coronavirus-Impfverordnung des Bundes haben,  erfolgt ab dem 4. Januar entweder telefonisch über die Telefonnummer 0800 / 57 58 100 oder über die Internetseite www.impftermin.rlp.de.