Landesregierung baut Corona-Tests weiter aus und setzt dabei auf drei Säulen

„Anlassbezogene Tests vor dem Einkaufen, einem Besuch der Außengastronomie oder auch von Verwandten sind genauso wichtig, wie das systematische Testen am Arbeitsplatz oder in der Schule, um mehr Normalität und sichere Kontakte zu ermöglichen. Regelmäßige Testungen helfen, Erkrankte zu erkennen, bevor sie Krankheitssymptome haben und andere unbemerkt anstecken können. Testen ist auch der Schlüssel, wenn es darum geht, mit kreativen Lösungen verantwortliche Öffnungsschritte zu ermöglichen“, so Regierungssprecherin Andrea Bähner.

Daher habe das Corona-Kabinett in seiner jüngsten Sitzung am Freitag beschlossen, die Teststrategie weiter auszubauen. Das Land setze dabei auf drei Säulen und werde nach Bürgertests und Schultests auch für Landesbeschäftigte Corona-Selbsttests anbieten. Schulen und Kitabeschäftigte sollen vorrangig ab nächster Woche beliefert werden. 16 Millionen Schnelltests habe die Landesregierung bereits bestellt. Bis am 12. April Selbsttests auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung vorliegen, können diese sich zunächst in einer der vielen Teststationen testen lassen. Diese Möglichkeit haben natürlich auch die Beschäftigten der Unternehmen, die noch keine eigene Testinfrastruktur aufbauen konnten.

Erste Säule: Schnelltests für Schule und Kita-Personal

Die Landesregierung liefert ab nächste Woche Selbsttests an die Schulen und Kitas, um nach den Osterferien rund 68 600 Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere Schulmitarbeiter und rund 511 000 Schülerinnen und Schüler zu testen. Hinzu kommen Tests für rund 42 800 Erzieherinnen und Erzieher und weitere Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege sowie Tests für rund 6.100 Fachkräfte in den Hilfen zur Erziehung. Dafür investiert die Landesregierung 2,8 Millionen Euro pro Woche.

Zweite Säule: kostenlose Bürgertests

Die Landesregierung baut bereits seit Februar mit aller Kraft zusammen mit den Kommunen und Hilfsorganisationen Teststationen im ganzen Land auf. An fast 900 solcher Stellen können sich Bürgerinnen und Bürger auch ohne Symptome testen lassen.

Dritte Säule: Tests für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Grundsätzlich gilt, dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten lassen sollten. Wo das nicht möglich ist, sollen die Beschäftigten systematisch getestet werden. Angesichts der steigenden Infektionszahlen sei eine zügige Umsetzung der Selbstverpflichtung der Wirtschaft zum Testen in allen Unternehmen in Deutschland notwendig, heißt es im Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 22. März. Anfang April werden laut Beschluss die Wirtschaftsverbände einen ersten Umsetzungsbericht vorlegen, wie viele Unternehmen sich beteiligen. Auf dieser Grundlage und auf der Grundlage eines eigenen Monitorings werde die Bundesregierung bewerten, ob regulatorischer Handlungsbedarf in der Arbeitsschutzverordnung bestehe.

Corona-Kabinett beschließt Schnelltests für Landesbeschäftigte

Um den Beschluss vom 22. März umzusetzen, hat das Corona-Kabinett in seiner jüngsten Sitzung am Freitag beschlossen, den Landesbeschäftigten einmal wöchentlich ein Testangebot zu machen.

Schulen und Kita-Personal vorrangig versorgen

„Auch, wenn wir bereits über 16 Millionen Schnelltests, davon 7,5 Millionen Selbsttests, bestellt haben, so konkurrieren wir natürlich mit vielen anderen, die jetzt insbesondere Selbsttests benötigen. Wir setzen vorrangig auf die Versorgung der Schulen und des Kita-Personals, aber ab dem 12. April liegen die Selbsttests auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung vor“, sagte der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, der für die Beschaffung und Verteilung der Tests zuständig ist. Daher sollen sich die Beschäftigten der Landesverwaltung zunächst in einer der vielen Teststationen testen lassen. Dies gilt auch für Beschäftigte der Hochschulen und der Universitätsmedizin. Diese Möglichkeit haben natürlich auch die Beschäftigten der Unternehmen, die noch keine eigene Testinfrastruktur aufbauen konnten. Ab dem 12. April erfolgt in Rheinland-Pfalz dann die Umsetzung durch ein Konzept flächendeckender Selbsttests für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind.