Impfungen und Tests bieten wirkungsvollen Schutz für vulnerable Gruppen – Impfungen in Dialysepraxen gestartet

In Rheinland-Pfalz wurde gestern die 500.000 Impfung verabreicht. „Damit haben wir einen weiteren Meilenstein bei den Corona-Schutzimpfungen erreicht. Vor allem bei den Impfungen der besonders vulnerablen Gruppen steht Rheinland-Pfalz weiterhin sehr gut da. Das zeigt auch direkte sehr positive Auswirkungen auf die Infektionszahlen in den Altenpflegeeinrichtungen und damit die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner“, informierte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Insgesamt gab es in Rheinland-Pfalz bis gestern Abend 502.256 Impfungen; 357.518 Erst- und 144.738 Zweitimpfungen. Davon wurden 131.304 Impfungen in den Pflegeeinrichtungen verabreicht. Allein für die Bewohnerinnen und Bewohner sind es 36.351 Erst- und 32.242 Zweitimpfungen. In allen 474 Pflegeeinrichtungen haben bereits Erst- und Zweitimpfungen stattgefunden.

„Die Impfungen in Kombination mit den immer wieder angepassten geltenden Hygienemaßnahmen und den zahlreichen Tests führen dazu, dass die Zahl der Corona-Infektionen in Alteneinrichtungen stark gesenkt werden konnte. Stand gestern waren in 474 rheinland-pfälzischen Pflegeeinrichtungen lediglich noch 104 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert. Zum Vergleich: Vor drei Monaten, am 18. Dezember, lag die Zahl bei 2.026“, führte Bätzing-Lichtenthäler aus. Eine vergleichbare Entwicklung sei auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Einrichtungen feststellbar. Hier sind aktuell 56 Infektionsfälle bekannt. Mitte Dezember 2020 waren es noch 828.

Rheinland-Pfalz setzt weiter auf regelmäßige Testungen. Allein in der Woche vom 1. bis zum 7. März wurden 118.202 Tests an Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besuchern vorgenommen. Entdeckt wurden dabei lediglich 33 Infektionen.

„Insgesamt wurden in den Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz seit dem 7. Dezember 2020 mehr als 1,2 Millionen Tests durchgeführt. Diese sind in Kombination mit den Impffortschritten ein wichtiger Beitrag und Erfolg für den Schutz der besonders schutzbedürftigen Gruppe“, betonte die Ministerin.

Impfungen in Dialyseeinrichtungen

Die Ministerin informierte zudem gemeinsam mit Dr. Alexander Lammert, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologe, Nephrologe, Diabetologe DDG in Grünstadt, über den Start der Impfungen in den rheinland-pfälzischen Dialyseeinrichtungen.

Seit heute können Dialysepatientinnen und -patienten geimpft werden. Die Impfungen finden diese Woche in den 44 ambulanten Dialyseeinrichtungen statt, die rund 5.500 Patientinnen und Patienten versorgen. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam einen Weg gefunden haben, die Impfungen der Dialysepatientinnen und -patienten über die Praxen umzusetzen. So können wir auch diesen Menschen aus der Prioritätsgruppe 1 einen Impfschutz anbieten“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Fall nachgewiesener Sinusvenenthrombose

Im Großraum Trier kam es zu einer Komplikation mit einer nachgewiesenen Sinusvenenthrombose nach einer Impfung mit AstraZeneca. „Ob die Impfung tatsächlich ursächlich ist, lässt sich aktuell noch nicht beurteilen. Die betroffene Person befindet sich in einer Klinik zur Behandlung“, sagte die Gesundheitsministerin. „Mir ist wichtig, dass alle Menschen maximal transparent und umfassend über die Impfstoffe informiert werden. Dazu gehört es dann eben auch, möglicherweise schwerwiegende Nebenwirkungen zu prüfen – auch wenn diese nur sehr selten auftreten mögen“, betonte Bätzing-Lichtenthäler.