Gesundheitsminister Clemens Hoch stellt 5-Punkte-Plan für Auffrischungsimpfung vor – Mindestens 18 Krankenhausstandorte impfen künftig zusätzlich – Impfbusangebote werden ausgebaut

Gesundheitsminister Clemens Hoch hat heute gemeinsam mit dem Impfkoordinator des Landes, Daniel Stich, seinen 5-Punkte Plan vorgestellt, mit dem die Impfkampagne vor allem im Bereich der Booster-Impfung weiter verstärkt werden soll. „Die Pandemie ist noch nicht zu Ende und impfen bleibt der Weg aus diesem Ausnahmezustand. Aber wir wussten immer, dass dieser Weg schwierig sein wird, gerade in den kommenden Wintermonaten. Zahlreiche Menschen verfügen mittlerweile über einen Impfschutz, aber es gibt immer noch rund 20 Prozent, die nicht geimpft sind. Hier entstehen die Infektionsketten und wir müssen vor allem die vulnerablen Gruppen schützen“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch. Der 5-Punkte-Plan werde zu diesem Schutz erheblich beitragen.

Konkret seien (1) die Alten- und Pflegeheime für die Boosterimpfung sensibilisiert worden. Kurzfristig wurden (2) mobile Impfteams organisiert, die vor Ort bei den Auffrischungsimpfungen unterstützen konnten. Zudem wurden (3) alle über 70-Jährigen angeschrieben und erhalten bis Ende der Woche ein Schreiben mit der Bitte, sich impfen zu lassen, so noch nicht geschehen oder direkt eine Booster—Impfung zu prüfen. Bis Jahresende werde (4) die Zahl der Impfbusse verdoppelt, so dass bis zu 500 Termine angeboten werden können.

Für den fünften Punkt konnten 18 Krankenhaus Standorte im Land gefunden werden, bei denen ohne Terminvergabe niederschwellig geimpft würde: „Wir wollten mindestens zehn Standorte finden. 18 starten schon ab der kommenden Woche. Weitere Standorte werden im Laufe des Prozesses ebenfalls einsteigen. Das ist ein tolles Signal aus der Krankenhausfamilie und dafür sage ich ganz herzlichen Dank“, so der Gesundheitsminister. Im ganzen Land könnten nun Menschen völlig unkompliziert zusätzliche Impfangebote erhalten und wahrnehmen. „Wir befinden uns aktuell im ganzen Land noch in der Warnstufe 1. Angesichts der Dynamik droht jedoch Warnstufe 2. Das Gesundheitssystem ist belastet aber noch nicht überlastet“, so der Minister.

Daniel Stich, Impfkoordinator des Landes, betonte die Bedeutung niederschwelliger Impfangebote im Land. In diesem Zusammenhang sollen unter Koordinierung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Zusammenarbeit mit den Kommunen Gesundheitslotsen bzw. Impflotsen eingesetzt werden. „Gemeinsam mit den Landkreisen und Kommunen werden diejenigen Quartiere bzw. Ortschaften identifiziert, in denen wir die Menschen noch erreichen müssen. Hiervon versprechen wir uns noch einmal einen zusätzlichen „Boost“ der Impfkampagne“, sagte der Impfkoordinator. Darüber hinaus betonte er, dass die Impfbus-Kampagne eine Erfolgsgeschichte sei: „Mehr als 83.000 Impfungen seit Anfang August sprechen für sich. Gut, dass wir dieses Angebot jetzt auf zwölf Busse und weitere Termine ausbauen“, so Stich.

„Unser Ziel bleibt es, gut durch diesen Winter zu kommen und im Frühjahr die Pandemie hinter uns zu lassen. Dafür müssen wir jetzt die Impfquote deutlich erhöhen und jene erreichen, die noch nicht geimpft sind. Wir müssen jene mit einer Booster-Impfung schützen, die ohnehin am schwächsten sind. Und wir müssen jene stärker in die Pflicht nehmen, die nicht bereit sind, sich impfen zu lassen“, sagten Gesundheitsminister Clemens Hoch und Impfkoordinator Daniel Stich.

Liste der Krankenhausstandorte:

Versorgungsgebiet Mittelrhein-Westerwald

  1. Marienhaus Klinikum Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach,
    Krankenhausstandort St. Elisabeth Neuwied
  2. Marienhaus Klinikum Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach,
    Krankenhausstandort St. Antonius Waldbreitbach
  3. Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler,
    Krankenhausstandort Maria Hilf Bad Neuenahr
  4. Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler,
    Krankenhausstandort St. Josef Adenau
  5. Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, MVZ an der Betriebsstätte Kemperhof am Krankenhausstandort Koblenz
  6. Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur-Betriebsstätte Brüderhaus Koblenz
    und / oder Marienhof am Krankenhausstandort Koblenz
  7. St. Elisabeth-Krankenhaus Lahnstein
  8. Hufeland-Klinik Bad Ems
  9. Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach
     

Versorgungsgebiet Rheinhessen-Nahe

  1. Marienhaus Klinikum Mainz (KKM)
  2. Heilig-Geist-Hospital Bingen
  3. Rheinhessen-Fachklinik Alzey


Versorgungsgebiet Rheinpfalz

      1. Marienhaus Klinikum Hetzelstift Neustadt / Weinstraße
 

Versorgungsgebiet Trier

  1. Marienhaus Klinikum St. Josef Hermeskeil
  2. Marienhaus Klinikum Eifel, Krankenhausstandort Clemens-August-Krankenhaus Bitburg
  3. Marienhaus Klinikum Eifel, Krankenhausstandort St. Elisabeth Gerolstein
  4. Mutterhaus der Borromäerinnen
     

Versorgungsgebiet Westpfalz

       1. Felsenland-Klinik Dahn (Vertragskrankenhaus)