Danke an „helfende Händen“ der Bundeswehr

In einer bundesweiten Vorreiterrolle hat Rheinland-Pfalz ein Freiwilligennetzwerk organisiert, das Alten- und Pflegeeinrichtungen in einer akuten Personalnot, beispielsweise durch einen Corona-Ausbruch, unterstützt. Seit dem 28. Dezember 2020 sind zunächst vor allem Soldatinnen und Soldaten vorübergehend in rheinland-pfälzischen Pflegeeinrichtungen eingesetzt.

„Was im Bund-Länder-Beschluss vom Montag für ganz Deutschland gefordert wurde, praktizieren wir in Rheinland-Pfalz längst: Zusammen mit der Bundeswehr und Hilfsorganisationen organisieren wir eine große Unterstützung für Altenpflegeeinrichtungen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Gemeinsam mit dem Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, Oberst Stefan Weber, besuchte sie fünf Soldaten vom Taktischen Luftwaffengeschwader 33, die im Haus Sophia in Westhofen das Pflegepersonal bei hauswirtschaftlichen und organisatorischen Arbeiten tatkräftig unterstützen.

„Das ist ein weiteres großartiges Beispiel dafür, wie Rheinland-Pfalz in der Krise zusammensteht. Als „helfende Hände“ entlasten Sie das Pflegepersonal, das dann mehr Kapazitäten für die Pflege, für Testungen oder für die Vorbereitungen der Impfungen hat. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement, mit dem Sie auch für soziale Nähe sorgen“, sagte die Ministerpräsidentin bei ihrem Besuch. Für die Bewohner und Bewohnerinnen und ihre Angehörigen sei dies von unschätzbarem Wert. Es sei gut zu wissen, dass Rheinland-Pfalz mit dem Landeskommando einen zuverlässigen Partner an der Seite habe, auf den gerade in schwierigen Situationen immer Verlass sei.

„In einer Notlage wie der Corona-Pandemie ist die Bundeswehr gerne dort eingesprungen, wo Hilfe dringend nötig ist. In einigen Pflegeheimen hat sich das recht kurzfristig abgezeichnet, aber wir konnten schnell reagieren. Die Bundeswehr kann in besonderen Lagen sehr schnell Kräfte verfügbar machen, auch über Feiertage. Wir unterstützen in solch kritischen Situationen gerne vorübergehend, quasi als eine Art ‚Anschubhilfe für das Freiwilligennetzwerk‘“, sagte Oberst Stefan Weber.

Die Einsätze der Bundeswehr in Alten- und Pflegeeinrichtungen sind eine temporäre unterstützende Maßnahme, die in der Regel 14 Tage dauert. Aktuell sind in neun Pflegeeinrichtungen insgesamt rund 70 Soldatinnen und Soldaten vor Ort. Insgesamt leisten derzeit in Rheinland-Pfalz 460 Soldatinnen und Soldaten Amtshilfe zur Bewältigung der Corona-Pandemie, davon 84 aus dem Sanitätsdienst. Außer in Pflegeeinrichtungen arbeiten die Bundeswehrangehörigen in Gesundheitsämtern, Teststationen und Krankenhäusern.